Vor einigen Wochen entdeckte Dom ein neues Spiel, das seine Aufmerksamkeit erregte: Toller Look, schöne Inszenierung und dann auch noch verankert in seinem absoluten Lieblingsgenre – Volltreffer. Als Entwicklerteam wurde ein Studio genannt, dass ganz frisch gegründet wurde und mit diesem Spiel ein vielversprechendes Debut hinlegte. Geschichten, wie sie in der Spielebranche immer wieder geschrieben werden.
Und tatsächlich war das Spiel gut. Stundenlang spielte Dom den Titel, bevor er ihn nicht nur beim Mittagessen mit Freunden, sondern auch im Podcast begeistert weiterempfahl. Und dann die bittere Nachricht im Mailfach.
Ein Hörer war ebenso von dem Spiel angetan und bei seiner eigenen Recherche über etwas gestolpert, was Dom bisher entgangen war: Das neugegründete Studio war eine Finte. Es hatte Verbindungen zu einer alteingesessenen Spielefirma, die offen rechtsextrem auftritt, mit der identitären Bewegung zusammenarbeitet und bereits in der Vergangenheit ausländerfeindliche Spiele veröffentlicht hat, die in Deutschland indiziert wurden. Auweia.
Nun gab es für Dom zwei Möglichkeiten: Diese Panne unter den Teppich kehren, die Tonspur mit der Empfehlung heimlich löschen und hoffen, dass ihn niemand mehr darauf anspricht – oder diesen Vorfall als Anlass nutzen, gemeinsam mit ExpertInnen einen Blick in das Getriebe rechtsextremer Spieleentwicklung zu werfen. Und genau dafür hat er sich entschieden.
In dieser Sendung nimmt euch Dom mit hinter die Kulissen des dunkelsten Ortes der Spielebranche, wo ausländerfeindliche, homophobe und rechtsradikale Entwicklerteams Games entwickeln, um SpielerInnen zu umgarnen. Gemeinsam mit Sozialwissenschaftler Mick Prinz von der Amadeu-Antonio-Stiftung und der Rechtsextremismus-Expertin Mareike Stürenburg analysiert Dom das konkrete Spiel und die Strategie der extremen Rechten, wie sie sich in der Spielebranche zu etablieren versuchen.
Wir sehen von der namentlichen Nennung des Spiels hier im öffentlichen Bereich von OK COOL ab, um keine Werbung für den Titel zu betreiben. Erst im Podcast selbst wird es dann konkret – das war die Empfehlung der ExpertInnen, die in der Sendung zu Wort kommen und sich mit diesem Thema schon viele Jahre beschäftigen.
