Mal heißt es „Irrenanstalt“, mal „Psychiatrie“ und dann wieder „Sanatorium“ – gemeint ist aber immer das gleiche: der Ort, an dem psychisch kranke Menschen in Zwangsjacken gesteckt, in Gummizellen abgeschoben und wie Tiere behandelt werden – bis eines Tages ein Experiment schief geht, die wahnsinnigen Patienten ausbrechen oder sogar der Teufel persönlich die geschlossene Anstalt heimsucht.
Diese Geschichte erzählen Spiele in leichter Abwandlung seit Jahrzehnten und machen damit die „Irrenanstalt“ zu einem der meistgezeigten Schauplätze, die das Spielregal zu bieten hat. Die große Frage ist nun: Warum eigentlich?
Um das zu klären hat Dom Schott zwei Forscher eingeladen, die sich mit genau diesem Thema wissenschaftlich beschäftigen: Arno Görgen und Stefan Simond analysieren schon seit Jahren die Darstellung von psychisch Kranken und Krankheitsmythen in Computerspielen – und sie haben Redebedarf. Auf der Suche nach den Gründen für die Popularität der „Irrenanstalt“ marschiert das Trio durch die Spielegeschichte und macht einen Sonderhalt bei den Ursprüngen der historischen Anstalten – und wie diese bis heute das Spielregal beeinflussen.
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