Aufregung, Irritation, Erstaunen, Gleichgültigkeit, aber auch Wut: Das war die Bandbreite der Emotionen, die einige Kommentarbereiche im Internet fluteten, als der SPIEGEL seinen großen Games-Kanon vorstellte. 50 Spiele, numerisch sortiert, die die Höhepunkte des Mediums abbilden sollen. Auf der Liste finden sich insbesondere AAA-Spiele der letzten Jahrzehnte, GTA V landet auf Platz 18, das Remake von Silent Hill 2 direkt dahinter, während „Breath of the Wild“ den ersten Platz sichert und „Papers, Please“ zum Schlusslicht verkommt.
Die große Frage lautet: Wie entstand dieser Kanon, warum gibt es ihn überhaupt – und was will er über das Medium wirklich aussagen? Um das zu erfahren, hat Dom Schott einen der Hauptverantwortlichen eingeladen: Michail Hengstenberg ist SPIEGEL-Redakteur im Kultur-Resort und hat den Kanon organisatorisch und inhaltlich maßgeblich begleitet. Er führt uns hinter die Kulissen eines abenteuerlichen Unterfangens.
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