Wie macht man ein Spiel über häusliche Gewalt? OK COOL trifft Lorena Müller

Einer der interessantesten Titel, die beim diesjährigen Deutschen Computerspielpreis nominiert waren, ist „Umfeld“ – ein Spiel über häusliche Gewalt, entwickelt von einem interdisziplinären Team der Hochschule RheinMain. Nominiert in der Kategorie „Bestes Serious Game“ erhielt das Spiel an jenem Abend zwar keinen Preis, rückte aber auf den Radar von Dom Schott. Und der wurde von der Qualität und Wucht des Titels überrascht.

„Umfeld“ erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die Opfer häuslicher Gewalt und von ihrem Freund schwer verletzt wurde – psychisch, aber auch körperlich. Das Spiel nimmt dieses Resultat zum Ausgangspunkt, dreht die Zeit zurück und stellt die Frage, ob und wie das Umfeld der Frau früher hätte einschreiten können, um der Betroffenen zu helfen. Das Spiel hebt keinen hohl-mahnenden Zeigefinger, sondern deutet empathisch und sensibel auf Anzeichen, die Betroffene von häuslicher Gewalt zeigen. Ein bemerkenswertes Spiel, an dem die Forscherin Lorena Müller maßgeblich mitgearbeitet hat. Mit ihr spricht Dom Schott über die Entwicklung des Titels und wie es mit dem Spiel nun weitergehen könnte.

Wenn du betroffen von häuslicher Gewalt sein solltest, findest du hier eine Anlaufstelle: https://www.frauenhauskoordinierung.de/themenportal/hilfesystem/bundesweites-hilfetelefon

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